Bild Sollberger Bögli Architekten
Information
Das Entwicklungsprojekt Sahlimatte Hinterkappelen bietet unterschiedlichen Wohntypologien für verschiedene Zielgruppen und wird zu einer heterogenen, belebten und spannenden Wohnüberbauung mitten im bebauten und gut erschlossenen Raum. Verschiedene Reihenhäuser im Eigentum, Geschosswohnungen im Eigentum sowie preisgünstige Mietwohnungen werden mit quartierdienenden Gemeinschaftsräumen ergänzt. Die grünen, familienfreundlichen und altersgerechten Aussenräume mit Quartierplatz, undefinierten Aneignungsflächen und grosse Freiflächen für Kinder bieten Platz für gemeinsame Begegnungen.
Die Halter AG hat gemeinsam mit der Gemeinde Wohlen ein Partizipationsprozess mit Nachbarschaft, Bevölkerung und Politik durchgeführt und in einem qualitätssichernden Verfahren ein städtebaulichens Gesamtkonzept inkl. Freiraumgestaltung erarbeitet. Die Bevölkerung der Gemeinde Wohlen wird voraussichtlich 2025 über die Planungsinstrumente abstimmen, Baustart ist für 2026 geplant.
Aktuell
Studienauftrag und Projektvorschlag
Unter Berücksichtigung der Ausgangslage hatten sich Auftraggeberin und Gemeinde dazu entschieden einen digitalen Studienauftrag nach SIA-Ordnung 143 zur Qualitätssicherung durchzuführen. Als Ergebnis des Studienauftrages resultieren fünf Projektstudien der teilnehmenden Architekturbüros mit einem digitalen Modell. Das Beurteilungsgremium hat einstimmig den Projektvorschlag von Sollberger Bögli Architekten, Hänggi Basler Landschaftsarchitekten und WAM Planer und Ingenieure zur Weiterbearbeitung empfohlen. Der Projektvorschlag überzeugte vor allem in den Schlüsselkriterien «städtebauliches Konzept», «Ortsbildverträglichkeit», «Architektur» und «Freiraumqualitäten».
Das Beurteilungsgremium bestand aus unabhängigen Fachmitgliedern der Fachgebiete Architektur, Landschaftsarchitektur sowie Denkmalpflege und wurde unterstützt durch Expertinnen aus den Bereichen Mobilität / Verkehr und Sozialraumplanung. Im Sachgremium waren je zwei Vertretungen der Gemeinde Wohlen sowie die Grundstückseigentümer vertreten. Zusätzlich wurden Vertretungen aus der Bevölkerung in das Beurteilungsgremium integriert. So war jeweils eine Person aus dem Chappele-Leist, dem Seniorenrat Wohlen sowie der IG Dorfstrasse bei der Zwischen- und Schlussbesprechung aktiv an den Diskussionen beteiligt.
Die zusammengefasste Würdigung zum Projekt von Sollberger Bögli:
Acht Wohnhäuser mit drei unterschiedlichen Gebäudetypologien bespielen das Areal und formieren sich locker zu vier in Nord-Südrichtung gruppierten Gebäudezeilen. Ein feines Wegsystem mit vereinzelten Platzbildungen durchzieht die Anlage, erschliesst alle Häuser und verbindet sich mit dem bestehenden Wegnetz. Prägendes Merkmal des Vorschlages ist sein rücksichtsvolles Auftreten zum Dorf. Die empfindlichen Ränder werden zwei- bis dreigeschossig bebaut, höhere Gebäude werden nur punktuell vorgeschlagen und sind in der Volumetrie geschickt gestaffelt. Mit den heterogenen Gebäudehöhen verbunden ist auch der zusätzliche Nutzen durch Dachgärten. Gegen aussen feinmassstäblich zu reagieren und gegen innen sowohl räumlich wie im Erlebnis zu verdichten wird als ausserordentlich vielversprechende Strategie beurteilt.
Der sich durch das gesamte Projekt durchziehende Grünraum betont den Leitgedanken des Weiterbauens auch auf der Ebene des Aussenraumes. Zudem sind die Gebäude mit ihren teils abgestuften Höhenlagen fein auf die leichte Bewegung des Terrains abgestimmt und integrieren sich bestens, ohne dass grössere Erdverschiebungen notwendig werden. Die leicht aufgefächerten Gebäudereihen verzahnen sich mit der Umgebung und spielen im Süden den notwendigen Raum frei für einen gestaffelten, weichen Übergang zum Wald. Hier sind folgerichtig und naturnah die dem ganzen Quartier dienenden Spielflächen und Gemeinschaftsgärten angeordnet.
Der Schlussbericht kann hier eingesehen werden.
Empfehlung zur Weiterbearbeitung
Weitere Projekte
Partizipation
Inputs der Bevölkerung aus der zweiten Partizipationsrunde.
Die Auftraggeberschaft führte nach dem Studienauftrag eine zweite Partizipationsrunde durch. Via die Projekt- und Gemeindewebseite, Informationsschreiben und in der Gemeinde-Info wurde die Bevölkerung für das 2. Werkstattgespräch am 10.03.2022 eingeladen. Die interessierten Personen wurden über den Studienauftrag informiert und anschliessend eingeladen zu diskutieren. Die Erkenntnisse flossen direkt in die Erarbeitung des Richtprojektes als integraler Bestandteil der Aufgabe ein. Die Halter AG dankt den Teilnehmenden für die konstruktiven und interessanten Diskussionen und Inputs.
Erkenntnisse aus erster Partizipationsrunde im Mai 2021
Im Vorfeld des qualitätssichernden Verfahrens führte die Halter AG einen partizipativen Prozess durch. In diesem Rahmen konnte die Halter AG von der Nachbarschaft und weiteren interessierten Personen aus der Bevölkerung die Anliegen und Bedürfnisse für das Areal aufnehmen und die eigene Vision und Gedanken vorstellen. Die Anliegen wurden zusammengefasst und sind integrativer Bestandteil des Programms für den Studienauftrag. Somit war es den teilnehmenden Teams möglich, die Bedürfnisse aus der Bevölkerung mit in die Konzeptarbeit einfliessen lassen zu können.
Weitere Informationen zu der ersten Partizipationsrunde finden Sie hier.
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Standort
Kontakt
Halter AG, Entwicklungen
Europaplatz 1A
3008 Bern
Projektleitung: Thomas Jäggi
E-Mail Projekt: sahlimatte@halter.ch




